Was alles zusammenhält

Wenn wir uns die Frage stellen, was uns im Innersten zusammenhält, brauchen wir Zeit. Vielleicht Stunden, Tage, Jahre. Die Frage stellt sich nach kritischen Lebensereignissen oder vielleicht ganz plötzlich auf der sommerlichen Terrasse bei einem Glas Wein. Und manchmal ist es ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Ein Walser, der für mich nicht leicht zu verstehen und doch so nachhaltig ist: Sich geliebt wissen ist … Was alles zusammenhält weiterlesen

Kuchen?

Manchmal verlieren wir die Bodenhaftung, weil das Leben uns immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Die erfolgreiche Ausübung verschiedener Rollen erwartet einen mühelosen Wechsel von einer Rolle in die nächste.  Wer zu hohe Ansprüche an sich selbst stellt, erlebt sich irgendwann fern von der realen Welt. Vielleicht fern von sich selbst jenseits jeglicher Rollen. Was ist das Wesentliche? Der tiefe, innere Kern? Worin besteht die … Kuchen? weiterlesen

Der Schatten fremder Bäume

Manchmal erscheint mir die Welt verschlossen, nicht greifbar. Es ist ein Gefühl, als stünde ich vor einer unsichtbaren Wand, das Leben erahnend, irgendwo dahinter. Ich nehme die Lebensmelodie wahr, in Moll und aus der Ferne. Die Sinne müde, neblig, dunkel. Es fühlt sich an, als wäre alles schon einmal gelebt, schon einmal gesehen, schon einmal gehört, schon einmal gefühlt worden. Der einstige Zauber ist verblasst … Der Schatten fremder Bäume weiterlesen

Eigenleben

In den Tiefen unserer Seele leben eigenartige Gestalten. Ausgeschlossen vom täglichen Leben fristen sie ein Dasein im Verborgenen. Aus gutem Grund vergessen, verdrängt. In Zeiten der Schwäche sind sie wieder ganz nah; flüsternd, drohend, lockend. Und mit festem Blick reichen sie dir die Hand: „Erst wo Geheimnis wirkt, beginnt das Leben.“ (Stefan Zweig. ) Wer könnte es besser ausdrücken …     Eigenleben weiterlesen

Dunkle Gefühle

Was war er wohl für ein Mensch dieser Fernado Pessoa, der Persönlichkeiten in der Seele gebiert? Einen Hilfsbuchhalter Bernardo Soares, der sich Fragen stellt, wie Was kann ich von mir erwarten? Eine erschreckende Schärfe meiner Wahrnehmungen und das deutliche Bewusstsein zu fühlen … Einen scharfen Verstand, der mich zerstört, und eine Fähigkeit zu träumen, die nichts ist als ein Ablenken ist … Einen erloschenen Willen … Dunkle Gefühle weiterlesen

Zärtlicher Regenwintertag

Mein nieselgrauer Tag beginnt mit einem Spaziergang im Regen. Ich spüre die kühlen Regentropfen im Gesicht, die Augen geschlossen. Schon lange habe ich keine Angst mehr davor, nass zu werden. Tropfende Haare. Die Jeans klebt kühl an den Beinen. Nach einer Stunde bin ich wieder zuhause, durchnässt aber glücklich. Im Warmen angekommen, die Gedanken so frei. Ein zärtlicher Regenwintertag ist wie gemacht für eine warme … Zärtlicher Regenwintertag weiterlesen

Zwischen den Jahren

Ein Weg, Schritte knirschend im Raureif. Ein verborgener Himmel und kühle Luft, die von Winter erzählt. Meine Hände in den Taschen vergraben, in mich gekehrt, gedankenversunken. Eine besondere Zeit liegt zwischen den Jahren. Wenn die Weihnachtstage vorbei sind und das neue Jahr noch nicht begonnen hat. Eine Zeit, die ich gerne für Spaziergänge nutze, mich verabschiede von gelebtem Leben, mich mit dem auseinandersetze, was war … Zwischen den Jahren weiterlesen