Fremde Stadt

Das Schlendern durch eine fremde Stadt  hat einen besonderen Reiz. Ich mag es, Städte alleine zu entdecken. Denn alleine zu sein bedeutet, sich treiben lassen zu können, von Straße zu Straße, ohne Plan und Ziel. Vor Jahren, während der Ausbildungszeit, bekam ich einmal den Auftrag: Wenn du nicht mehr weiter weißt, dann gehe mit offenen Augen durch die Stadt und sieh, was dir begegnet. Danach fälle eine Entscheidung…

055C5D8E-CF7D-4995-852E-D59AC42973B1

Auch wenn ich dieser Empfehlung weniger therapeutischen Nutzen unterstelle, als den Anstoß zur Achtsamkeit, so halte ich es nach wie vor für ein interessantes Vorhaben. Schauen, worauf der Blick fällt, sich dem anzuvertrauen, was sich gerade ereignet, ohne zu steuern. Ohne Zweck, ohne Ziel. Damit verbringe ich den Vormittag…

06ECBE6C-1084-47AE-AB61-CB6B66CC3E04

Nach einiger Zeit stehe ich dabei plötzlich in einer Galerie, streichle einen großen irischen Hirtenhund und lasse mir von der Ausstellungseröffnung erzählen.

Höre mich ein paar Minuten später eine vormittägliche Whiskyprobe ablehnen und finde mich anschließend, etwas fröstelnd mit eine Tasse Milchkaffee in der Hand, in einem alten Café mit Blick auf die Stadt.

9473B1C3-ABCA-4E38-BD2F-E193E2263843

Zeit um zu schauen, zu hören, was die Stadt erzählt. Zeit, die Schneeflocken auf dem Ärmel zu zählen und sie verschwinden zu sehen. Ganz bei sich sein. Zweckfrei. Der fremden Stadt ganz nah…

Advertisements

6 Kommentare zu „Fremde Stadt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s