Zwischen den Jahren

Ein Weg, Schritte knirschend im Raureif. Ein verborgener Himmel und kühle Luft, die von Winter erzählt. Meine Hände in den Taschen vergraben, in mich gekehrt, gedankenversunken. Eine besondere Zeit liegt zwischen den Jahren. Wenn die Weihnachtstage vorbei sind und das neue Jahr noch nicht begonnen hat. Eine Zeit, die ich gerne für Spaziergänge nutze, mich verabschiede von gelebtem Leben, mich mit dem auseinandersetze, was war und vielleicht mit dem, was sein wird. Irgendwann. Mit der Vergänglichkeit und dem Loslassen. Eine Zeit um ruhiger zu werden, Bücher zu lesen, und die beschriebenen Worte im Herzen zu tragen.

… ich dachte an alles, was so schnell geschieht, an alles, für das man nicht die Zeit hatte, es bis zur Neige zu genießen, an alles, was man nicht genug getragen, nicht genug geprägt, nicht genug verschlungen hat, an all das, was man in dem Moment verliert, in dem es geschieht.

 

Über manches Buch stolpert man zufällig. Einige Sätze reichen um zu wissen, dass man es lesen muss. Dieses Buch war so ein Buch. Mein Buch für die Zeit zwischen den Jahren. Mein Buch für die sensiblen Seiten in mir. Mein Buch, das sich verdichtet in einem Satz:

Alles, was für mich bestimmt war, habe ich gehabt.

Ein Satz, der mich noch lange begleiten wird, durch Nebellandschaften und durch Sonnenschein. Ein Satz, der sich tief eingräbt in mich, weil er so wahr ist.

aus: Gregoire Delacourt. Das Leuchten in mir.

 

 

 

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7 Gedanken zu “Zwischen den Jahren

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