Ein endloser Augenblick

Schritt für Schritt gehen wir durch die Zeit, einem unbekannten Ziel entgegen. Geliebte, vertraute Wege und holprige, neue. Immer wieder ein Blick zurück und nach vorn, dem entgegen, was da kommt. Im Gepäck die Hoffnung, sich nicht zu verlaufen. Im Gepäck das Vertrauen, die richtigen Abzweigungen zu nehmen. Im Gepäck das Schauen und Staunen aus Kinderaugen über die Endlosigkeit eines einzelnen Augenblicks. Ein endloser Augenblick … Ein endloser Augenblick weiterlesen

Gedankenversunken

Gedankenversunken in Traumwelten von Nebel und Klarheit steige ich auf, Richtung Gipfelkreuz. Schritt für Schritt tief ein- und ausatmend und ganz bei mir, löst sich der Gegensatz von Innen und Außen auf. Vom Knirschen der Steine begleitet, lasse ich mit jedem Höhenmeter ein Stück Alltag hinter mir. Die Luft wird dünner, die Gedanken freier. Mit Blick ins Tal setze ich mich mit dem Leben auseinander, … Gedankenversunken weiterlesen

Halbdurchdacht

Nach einer anstrengenden Woche ist es, als hafteten die Worte noch an mir. Gehörte Worte und gesagte. Bruchstückhaft. Es braucht Zeit, um sie zu sortieren, ihnen einen Platz zuzuweisen. Die schönen Worte zu wiederholen um sie zu verankern, die schmerzhaften loszulassen – jene Worte, die sich nicht so einfach lösen, weil sie Tiefes berührt haben. Wenn die Worte nicht leiser werden, dann fahre ich hinaus … Halbdurchdacht weiterlesen

Wachstum des Lebens

Die Welt blüht, vor allem draußen und ein bisschen drinnen. Diese wunderbare Jahreszeit verwöhnt uns mit Farben, Düften und den ersten warmen Vorboten des Sommers. Laue Abende, Gewitternächte, Regentropfen im Morgenlicht.Ich pflücke nur wenig Blumen in dieser Jahreszeit, weil ich sie gerne wachsen sehe. Vielleicht auch etwas melancholisch dem Verwelken zusehe. Die schweren Blüten der Christrosen morgens von Regentropfen benetzt, voll entfaltet, den Kopf zur … Wachstum des Lebens weiterlesen

Was ich liebe…

Ein früher Morgen mit wärmenden Sonnenstrahlen, erste Schritte aus dem Haus, le boulanger mit duftendem Baguette, das Geräusch von Kieselsteinen unter den Flipflops, un café oder zwei, in den Himmel schauen, den Vögeln zuhören, mit dem Fahrrad zum Markt radeln, Bonjour – ca va? Qui, merci. Bonne journée à vous! Oliven kosten und Schafskäse, einen Pastis unter Platanen, mit dem Rad durch Wälder, vorbei an … Was ich liebe… weiterlesen

Sehend

Ich lerne sehen. Ich weiß nicht, woran es liegt, es geht alles tiefer in mich ein und bleibt nicht an der Stelle stehen, wo es sonst immer zu Ende war. Ich habe ein Inneres, von dem ich nicht wusste. Alles geht jetzt dort hin. Ich weiß nicht, was dort geschieht. Aus: Reiner Maria Rilke. Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge 1910 Was lehrt uns das … Sehend weiterlesen